Allgemeine Geschäftsbedingungen

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die von Florian Stürzer unter der Geschäftsbezeichnung "ALPIN-RAUM" angebotenen digitalen Produkte und persönlichen Leistungen.

1. § 1 Geltungsbereich, Begriffe und Leistungsbereiche

1.1

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend "AGB") gelten für alle Verträge zwischen Florian Stürzer, handelnd unter der Geschäftsbezeichnung "ALPIN-RAUM" (nachfolgend "Anbieter"), und seinen Kundinnen und Kunden über die vom Anbieter angebotenen Leistungen und Produkte.

1.2

"Kunde" bezeichnet den jeweiligen Vertragspartner des Anbieters. "Teilnehmer" bezeichnet eine Person, die tatsächlich an einer persönlichen Leistung teilnimmt. Bei Unternehmens- und Gruppenaufträgen kann der Auftraggeber Kunde sein, ohne selbst Teilnehmer zu sein.

1.3

Die Angebote von ALPIN-RAUM können je nach Leistungsart insbesondere umfassen:

  • Bergwanderführungen und alpine Erlebnisse (Alpine Tours),
  • naturbezogene und erlebnis- beziehungsweise naturpädagogische Angebote (Alpine Nature),
  • Natur- und Bergerlebnisse für Unternehmen und Gruppen (Alpine Company Tours),
  • digitale Lernmaterialien und Trainings (Alpine Academy),
  • Angebote zur Kompetenzentwicklung im alpinen Kontext (Alpine Guidance) sowie
  • Coaching- und Reflexionsangebote im alpinen Kontext beziehungsweise im Zusammenhang mit Bergwanderungen und Naturerfahrungen (Alpine Coaching).

1.4

Diese AGB regeln die allgemeinen rechtlichen, organisatorischen und sicherheitsbezogenen Rahmenbedingungen der jeweiligen Vertragsbeziehung. Die konkrete Art und der Umfang der Leistung ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot, der Produktbeschreibung oder einer individuellen Vereinbarung.

1.5

Abweichende oder ergänzende individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB, soweit sie ausdrücklich vereinbart wurden. Zwingende gesetzliche Vorschriften bleiben unberührt.

2. § 2 Vertragspartner und Kontakt

Vertragspartner ist:

Florian Stürzer, handelnd unter der Geschäftsbezeichnung "ALPIN-RAUM", Erlbachstraße 2c, 81249 München-Lochhausen, Deutschland.

E-Mail: info@alpin-raum.de · Telefon: +49 157 83040313

3. § 3 Vertragsschluss

3.1 Digitale Produkte und digitale Angebote

Die Darstellung digitaler Produkte und digitaler Angebote auf der Website stellt kein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrags dar, sondern eine Aufforderung an den Kunden, eine Bestellung abzugeben.

Mit Abschluss des Bestellvorgangs und Betätigung einer eindeutig als zahlungspflichtig gekennzeichneten Bestellfunktion gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrags ab.

Der Vertrag kommt mit der ausdrücklichen Bestätigung der Bestellung durch den Anbieter zustande. Die Bereitstellung des digitalen Produkts oder digitalen Angebots erfolgt nach Maßgabe der jeweiligen Produktbeschreibung.

3.2 Persönliche Leistungen

Persönliche Leistungen werden grundsätzlich über einen Anfrage- und Angebotsprozess vereinbart: Anfrage → Klärung → individuelles Angebot → Annahme beziehungsweise Beauftragung.

Ein Vertrag kommt mit der Annahme des individuellen Angebots durch den Kunden zustande. Die Annahme kann in Textform erfolgen, soweit gesetzlich keine andere Form vorgeschrieben ist.

3.3 Unternehmensaufträge und B2B-Leistungen

Leistungen für Unternehmen, Organisationen und sonstige Auftraggeber, die im Rahmen ihrer unternehmerischen oder beruflichen Tätigkeit handeln, werden grundsätzlich über einen individuellen Anfrage- und Angebotsprozess vereinbart.

Anfrage → Klärung → individuelles Angebot → Beauftragung → Durchführung.

Vertragspartner ist der im jeweiligen Angebot bezeichnete Auftraggeber. Die an der Durchführung teilnehmenden Personen werden nicht allein aufgrund ihrer Teilnahme Vertragspartner des Anbieters.

3.4 Vertragsunterlagen

Die jeweils geltenden AGB werden Bestandteil des Vertrags, sofern sie dem Kunden vor Vertragsschluss zugänglich gemacht werden und ihre Einbeziehung wirksam erfolgt.

4. § 4 Vertragsbestandteile und konkrete Leistung

4.1

Bestandteile des jeweiligen Vertrags sind:

  • das jeweilige Angebot beziehungsweise die Produktbeschreibung,
  • ausdrücklich vereinbarte besondere Vertragsbedingungen sowie
  • diese AGB.

4.2

Das jeweilige Angebot beziehungsweise die Produktbeschreibung regelt insbesondere die konkrete Leistung. Bei persönlichen Leistungen können dies insbesondere sein:

  • Art der Leistung,
  • Termin oder Zeitraum,
  • Ort und Treffpunkt,
  • Dauer,
  • Teilnehmerzahl,
  • Preis,
  • Leistungsinhalte,
  • Teilnahmevoraussetzungen,
  • Ausrüstungserfordernisse sowie
  • besondere Stornierungsbedingungen.

4.3 Reihenfolge der Vertragsbestandteile

Bei Widersprüchen zwischen diesen AGB und individuell ausdrücklich vereinbarten Regelungen gehen die individuellen Vereinbarungen vor. Im Übrigen bilden Angebot beziehungsweise Produktbeschreibung, besondere Vertragsbedingungen und diese AGB gemeinsam die Grundlage des Vertrags.

4.4 Mindestteilnehmerzahl

Die Mindest- und Höchstteilnehmerzahl ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot. Der Anbieter kann eine Veranstaltung wegen Nichterreichens einer im jeweiligen Angebot angegebenen Mindestteilnehmerzahl bis spätestens 7 Tage vor Beginn absagen.

Bereits geleistete Zahlungen für nicht erbrachte Leistungen werden in diesem Fall erstattet. Weitergehende Ansprüche richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften.

5. § 5 Preise und Zahlung

5.1

Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses angegebenen beziehungsweise individuell vereinbarten Preise. Die jeweils anwendbare umsatzsteuerliche Behandlung und gegebenenfalls anfallende Umsatzsteuer ergeben sich aus der jeweiligen Preisangabe beziehungsweise Rechnung.

5.2

Digitale Produkte und digitale Angebote sind, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde, vor der Bereitstellung vollständig zu bezahlen.

5.3

Bei persönlichen Leistungen ergeben sich Preis, Zahlungsziel, Fälligkeit und gegebenenfalls vereinbarte Anzahlungen aus dem jeweiligen Angebot.

6. § 6 Persönliche Leistungen und Teilnahmevoraussetzungen

6.1 Allgemeine Teilnahmevoraussetzungen

Die Teilnahme an persönlichen Leistungen setzt voraus, dass der Teilnehmer die für die konkret vereinbarte Leistung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt. Hierzu können insbesondere eine angemessene körperliche und gesundheitliche Verfassung, ausreichende Kondition, erforderliche Kenntnisse und Erfahrungen sowie die erforderliche Ausrüstung gehören.

Die konkreten Anforderungen ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot.

6.2 Eigenverantwortliche Einschätzung

Jeder Teilnehmer ist dafür verantwortlich, seine persönliche Eignung und Leistungsfähigkeit für die konkrete Leistung realistisch einzuschätzen.

6.3 Mitteilung sicherheitsrelevanter Umstände

Teilnehmende sind verpflichtet, dem Anbieter vor Beginn solche gesundheitlichen Einschränkungen oder sonstigen Umstände mitzuteilen, die nach eigener Einschätzung die sichere Teilnahme wesentlich beeinträchtigen können und deren Kenntnis für die sichere Durchführung erforderlich ist.

Der Anbieter verlangt grundsätzlich keine medizinischen Diagnosen oder umfassenden Angaben zum Gesundheitszustand. Die Mitteilung ersetzt keine medizinische Beratung oder Untersuchung.

6.4 Ausrüstung

Jeder Teilnehmer ist grundsätzlich selbst dafür verantwortlich, über die für die konkret vereinbarte Leistung erforderliche persönliche Ausrüstung zu verfügen. Die erforderliche oder empfohlene Ausrüstung ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot oder aus einer gesonderten Information des Anbieters.

6.5 Verhalten und Sicherheitsanweisungen

Teilnehmende sind verpflichtet, sich während der persönlichen Leistung so zu verhalten, dass weder sie selbst noch andere Personen gefährdet oder unnötig beeinträchtigt werden.

Sicherheitsbezogene Anweisungen des Anbieters oder einer von ihm eingesetzten qualifizierten Führungsperson sind zu beachten. Relevante Veränderungen des körperlichen Zustands sind unverzüglich mitzuteilen.

6.6 Ausschluss von Teilnehmern

Der Anbieter ist berechtigt, Teilnehmer von der Teilnahme auszuschließen oder deren weitere Teilnahme zu beenden, wenn dies aus sachlichen oder sicherheitsbezogenen Gründen erforderlich ist. Dies gilt insbesondere bei offensichtlich fehlenden Teilnahmevoraussetzungen, ungeeigneter Ausrüstung, Missachtung sicherheitsbezogener Anweisungen oder erheblicher Gefährdung. Der Ausschluss erfolgt unter Berücksichtigung der konkreten Umstände und unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit.

Erfolgt der Ausschluss aufgrund eines vom Teilnehmer zu vertretenden Umstands, insbesondere wegen Missachtung von Sicherheitsanweisungen oder bewusst unzutreffender Angaben zu Teilnahmevoraussetzungen, besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Erstattung nicht genutzter Leistungsanteile, soweit keine zwingenden gesetzlichen Vorschriften entgegenstehen.

6.7 Alpine Guidance und Alpine Coaching

Alpine Guidance und Alpine Coaching sind Angebote zur Reflexion, Kompetenzentwicklung und persönlichen Weiterentwicklung im alpinen Kontext beziehungsweise im Zusammenhang mit Bergwanderungen und Naturerfahrungen.

Die Angebote dienen der Begleitung, Reflexion und Entwicklung. Ein bestimmter persönlicher, beruflicher, gesundheitlicher oder sonstiger Erfolg wird nicht geschuldet oder garantiert. Die Verantwortung für persönliche Entscheidungen und deren Umsetzung verbleibt beim Teilnehmer.

Alpine Coaching ist keine Therapie und dient nicht der Diagnose oder Behandlung psychischer oder körperlicher Erkrankungen. Alpine Guidance und Alpine Coaching ersetzen keine medizinische, psychotherapeutische oder heilkundliche Behandlung.

6.8 Gruppen- und Unternehmensaufträge

Bei Gruppen- und Unternehmensaufträgen benennt der Auftraggeber einen Ansprechpartner für die organisatorische Abstimmung mit dem Anbieter.

Für die Durchführung von Bergwanderführungen ist grundsätzlich eine Gruppengröße von maximal 10 Teilnehmern je eingesetztem entsprechend qualifiziertem Bergwanderführer vorgesehen. Bei einer höheren Teilnehmerzahl kann ein weiterer entsprechend qualifizierter Bergwanderführer eingesetzt oder beauftragt werden, sofern dies unter Berücksichtigung der konkreten Tour, der Gelände- und Wetterverhältnisse sowie der Zusammensetzung der Gruppe erforderlich oder sachgerecht ist.

Die konkrete Gruppeneinteilung und Betreuung richtet sich stets nach Art und Anforderungen des jeweiligen Angebots sowie den tatsächlichen Bedingungen.

Der Auftraggeber ist dafür verantwortlich, die vom Anbieter bereitgestellten organisatorischen Informationen, insbesondere zu Termin, Treffpunkt, Anforderungen, erforderlicher Ausrüstung und wesentlichen Änderungen, an die vorgesehenen Teilnehmer weiterzugeben. Die persönliche Verantwortung jedes einzelnen Teilnehmers bleibt hiervon unberührt.

7. § 7 Sicherheit, Durchführung und Änderungen

7.1 Sicherheitsvorrang und natürliche Risiken

Bei alpinen und naturbezogenen Leistungen hat die Sicherheit der Teilnehmenden Vorrang vor der Durchführung eines bestimmten Tourenziels, einer bestimmten Route oder eines ursprünglich geplanten Programms.

Alpine Aktivitäten sind mit natürlichen Risiken verbunden, die auch bei sorgfältiger Planung und fachgerechter Durchführung nicht vollständig ausgeschlossen werden können.

7.2 Änderungen von Route und Programm

Der Anbieter ist berechtigt, Route, Ablauf, Ziel oder Programm einer persönlichen Leistung anzupassen, wenn dies aufgrund von Sicherheitsaspekten oder sonstigen sachlichen Umständen erforderlich ist. Entscheidungen über Änderungen oder Abbruch werden unter Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse und nach fachlicher Einschätzung getroffen.

Änderungen oder Absagen können insbesondere aufgrund von Wetterbedingungen, Naturereignissen, Wegsperrungen, behördlichen Anordnungen, Gelände- und Sicherheitsverhältnissen erforderlich werden.

Ein Anspruch auf die Durchführung einer bestimmten Route, eines bestimmten Gipfels oder eines bestimmten Programmpunkts besteht nicht, wenn eine Änderung aus sachlichen oder sicherheitsbezogenen Gründen erforderlich ist.

7.3 Absage vor Beginn

Der Anbieter ist berechtigt, eine persönliche Leistung vor Beginn abzusagen, wenn deren sichere Durchführung aufgrund der in § 7.2 genannten oder vergleichbarer sachlicher und sicherheitsbezogener Umstände nicht möglich oder nicht vertretbar ist. Eine sicherheits- oder witterungsbedingte Absage kann auch kurzfristig erfolgen, soweit dies aufgrund der konkreten Verhältnisse erforderlich ist.

Wird eine Leistung abgesagt, kann der Anbieter einen geeigneten Ersatztermin anbieten. Nimmt der Kunde den Ersatztermin nicht an oder kann kein geeigneter Ersatztermin vereinbart werden, werden bereits geleistete Zahlungen für die nicht erbrachte Leistung erstattet.

7.4 Abbruch oder Verkürzung

Muss eine bereits begonnene persönliche Leistung aus Sicherheitsgründen abgebrochen, verkürzt oder wesentlich angepasst werden, kann dies insbesondere aufgrund von Wetter-, Gelände-, Natur- oder Gruppensituationen erforderlich sein. Soweit die Ursache hierfür außerhalb des Verantwortungsbereichs des Anbieters liegt, besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Erstattung bereits erbrachter Leistungsanteile.

Gesetzliche Ansprüche und Ansprüche aufgrund einer vom Anbieter zu vertretenden Pflichtverletzung bleiben unberührt.

8. § 8 Stornierung, Rücktritt und Ersatzteilnehmer

8.1

Eine Stornierung oder ein Rücktritt des Kunden von einer gebuchten persönlichen Leistung ist dem Anbieter in Textform mitzuteilen. Maßgeblich für die Einhaltung vereinbarter Fristen ist der Zugang der Erklärung beim Anbieter.

8.2 Standard-Stornierungsbedingungen für Verbraucherangebote

Soweit im jeweiligen Angebot keine abweichenden besonderen Stornierungsbedingungen vereinbart wurden, gelten für persönliche Angebote an Verbraucher folgende Stornierungskosten:

  • bis 28 Tage vor Beginn: kostenfrei
  • 27 bis 15 Tage vor Beginn: 30 % des vereinbarten Preises
  • 14 bis 8 Tage vor Beginn: 50 % des vereinbarten Preises
  • 7 bis 2 Tage vor Beginn: 80 % des vereinbarten Preises
  • ab 1 Tag vor Beginn oder bei Nichtantritt: 100 % des vereinbarten Preises

8.3 Nachweis eines geringeren Schadens

Dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter infolge der Stornierung kein Schaden oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.

8.4 Unternehmens- und Gruppenaufträge

Bei individuell vereinbarten Unternehmens- und Gruppenaufträgen ergeben sich Stornierungsbedingungen, gegebenenfalls geschuldete Ausfallkosten sowie besondere Umbuchungsregelungen aus dem jeweiligen individuellen Angebot oder Vertrag.

8.5 Erkrankung oder persönliche Verhinderung

Eine Erkrankung oder sonstige persönliche Verhinderung des Teilnehmers begründet grundsätzlich keinen automatischen Anspruch auf eine kostenfreie Stornierung. Gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

8.6 Ersatzteilnehmer

Der Kunde kann einen geeigneten Ersatzteilnehmer benennen, soweit dies aufgrund der Art der Leistung möglich und dem Anbieter organisatorisch und sicherheitsbezogen zumutbar ist. Voraussetzung ist, dass der Ersatzteilnehmer sämtliche Teilnahmevoraussetzungen und besonderen Anforderungen erfüllt und rechtzeitig vor Beginn benannt wird. Tatsächlich entstehende angemessene Mehrkosten können in Rechnung gestellt werden.

8.7 Nichtantritt und Abbruch durch den Teilnehmer

Bei Nichtantritt besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Erstattung, soweit die Leistung vertragsgemäß angeboten wurde. Bricht ein Teilnehmer eine persönliche Leistung aus eigenen Gründen ab, besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Erstattung nicht genutzter Leistungsanteile. Zwingende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.

8.8 Umbuchung

Eine Umbuchung auf einen anderen Termin ist nur nach vorheriger Vereinbarung und vorbehaltlich verfügbarer Kapazitäten möglich. Ein allgemeiner Anspruch auf Umbuchung besteht nicht.

9. § 9 Digitale Produkte und Nutzungsrechte

9.1

Digitale Produkte und digitale Angebote werden in der jeweils beschriebenen Form bereitgestellt. Der konkrete Umfang der Bereitstellung ergibt sich aus der jeweiligen Produktbeschreibung. Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, die für die Nutzung erforderlichen technischen Voraussetzungen bereitzuhalten.

9.2 Alpine Academy

Die Inhalte der Alpine Academy können insbesondere in Form von Leitfäden, Workbooks, Trainings, Lernmaterialien oder interaktiven Anwendungen bereitgestellt werden. Sie dienen Lern-, Informations-, Reflexions- und Trainingszwecken. Der konkrete Umfang, die Art der Bereitstellung sowie die jeweilige Zugangs- oder Nutzungsdauer ergeben sich aus der Produktbeschreibung.

Die Inhalte ersetzen insbesondere keine fachliche Ausbildung, individuelle Tourenplanung, die Beurteilung aktueller Wetter-, Schnee- und Lawinenverhältnisse, Gelände- und Wegverhältnisse oder eine situationsbezogene Risiko- und Sicherheitsbeurteilung.

9.3 Digitale Anwendungen

Soweit digitale Anwendungen angeboten werden, ergeben sich Zugangsdauer, Nutzungsumfang und gegebenenfalls technische Voraussetzungen aus der jeweiligen Produktbeschreibung. Ein Anspruch auf darüber hinausgehende neue Funktionen, Erweiterungen oder zusätzliche Inhalte besteht nicht, soweit diese nicht ausdrücklich vereinbart wurden. Gesetzliche Verpflichtungen bleiben unberührt.

9.4 Technische Verfügbarkeit digitaler Angebote

Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst zuverlässige und störungsfreie Bereitstellung digitaler Angebote. Eine jederzeit unterbrechungsfreie oder fehlerfreie Verfügbarkeit kann jedoch insbesondere aufgrund technischer Wartungsarbeiten, Sicherheitsmaßnahmen, Störungen von Telekommunikationsnetzen oder sonstiger außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegender Umstände nicht gewährleistet werden.

Gesetzliche Ansprüche des Kunden, insbesondere bei Mängeln digitaler Produkte oder digitaler Dienstleistungen, bleiben unberührt.

9.5 Nutzungsrechte

Mit vollständiger Zahlung erhält der Kunde an den erworbenen digitalen Inhalten ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht zur ausschließlich persönlichen und nicht gewerblichen Nutzung.

9.6 Persönliche Nutzung

Soweit dies technisch durch das jeweilige Produkt ermöglicht wird, umfasst die persönliche Nutzung insbesondere die Speicherung und den Ausdruck für den eigenen persönlichen Gebrauch.

9.7 Urheber- und Schutzrechte

Die Urheberrechte und sonstigen Schutzrechte an den vom Anbieter erstellten Inhalten verbleiben ausschließlich beim Anbieter beziehungsweise dem jeweiligen Rechteinhaber. Ohne vorherige ausdrückliche Zustimmung ist es insbesondere nicht gestattet, Inhalte zu vervielfältigen, weiterzugeben, zu verteilen, öffentlich zugänglich zu machen, zu veröffentlichen, zu bearbeiten, Bearbeitungen zu verwerten oder Zugangsmöglichkeiten an Dritte weiterzugeben. Gesetzlich zulässige Nutzungen bleiben unberührt.

10. § 10 Widerrufsrecht für Verbraucher

10.1 Allgemeines

Verbrauchern steht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu, soweit nicht gesetzlich eine Ausnahme oder ein Ausschluss vorgesehen ist. Die konkrete Widerrufsinformation richtet sich nach der jeweiligen Vertragsart und wird dem Verbraucher im jeweiligen Bestell- oder Buchungsprozess zur Verfügung gestellt.

10.2 Digitale Inhalte

Bei Verträgen über digitale Inhalte, die nicht auf einem körperlichen Datenträger bereitgestellt werden, kann das gesetzliche Widerrufsrecht unter den gesetzlichen Voraussetzungen vorzeitig erlöschen. Soweit für den vorzeitigen Beginn der Bereitstellung ausdrückliche Erklärungen des Verbrauchers erforderlich sind, werden diese gesondert im jeweiligen Bestellprozess eingeholt. Die bloße Zustimmung zu diesen AGB ersetzt die gesetzlich erforderlichen Erklärungen nicht.

10.3 Sofortige Bereitstellung digitaler Inhalte

Soweit der Verbraucher den Beginn der Bereitstellung eines digitalen Inhalts vor Ablauf einer bestehenden Widerrufsfrist wünscht und hierfür gesetzlich erforderliche ausdrückliche Zustimmungen und Kenntnisbestätigungen abzugeben sind, werden diese gesondert und dokumentierbar im Bestellprozess eingeholt.

10.4 Dienstleistungen

Besteht für eine persönliche Dienstleistung ein gesetzliches Widerrufsrecht und verlangt der Verbraucher ausdrücklich, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnt, erfolgt der Leistungsbeginn unter Beachtung der gesetzlichen Voraussetzungen. Ein gegebenenfalls geschuldeter Wertersatz richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften.

10.5 Freizeitbetätigungen mit spezifischem Termin oder Zeitraum

Bei Verträgen über Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen, bei denen für die Leistungserbringung ein spezifischer Termin oder Zeitraum vorgesehen ist, kann das gesetzliche Widerrufsrecht nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften ausgeschlossen sein. Ob dies auf ein konkretes Angebot zutrifft, richtet sich nach der jeweiligen Vertragsart und den gesetzlichen Voraussetzungen.

10.6 Widerrufsbelehrung und Musterformular

Soweit dem Verbraucher ein gesetzliches Widerrufsrecht zusteht, erhält er die gesetzlich erforderliche Widerrufsbelehrung sowie gegebenenfalls das Muster-Widerrufsformular im Zusammenhang mit dem jeweiligen Vertrag beziehungsweise Bestell- oder Buchungsprozess.

10.7 Elektronische Widerrufsfunktion

Soweit für einen über eine Online-Benutzeroberfläche geschlossenen Vertrag ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, stellt der Anbieter die gesetzlich erforderliche elektronische Widerrufsfunktion auf seiner Website zur Verfügung.

11. § 11 Haftung und Versicherung

11.1

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden, die vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurden, sowie bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

11.2

Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen und bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt.

11.3

Im Übrigen ist die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Zwingende gesetzliche Haftungsvorschriften bleiben unberührt.

11.4 Versicherung

Der Anbieter unterhält im Rahmen seiner jeweils versicherten beruflichen Tätigkeiten einen Haftpflichtversicherungsschutz. Der Umfang und die Voraussetzungen des Versicherungsschutzes richten sich nach dem jeweils geltenden Versicherungsvertrag. Diese Information berührt den gesetzlichen Umfang einer etwaigen Haftung des Anbieters nicht.

Eine durch den Anbieter für die Teilnehmer abgeschlossene persönliche Unfallversicherung besteht nur, wenn dies ausdrücklich vereinbart oder im jeweiligen Angebot angegeben ist. Teilnehmer sind grundsätzlich selbst dafür verantwortlich, für einen ihren persönlichen Bedürfnissen entsprechenden Kranken-, Unfall- und gegebenenfalls Bergungs- oder Rückholversicherungsschutz zu sorgen.

12. § 12 Datenschutz

Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten im Rahmen der geltenden datenschutzrechtlichen Vorschriften. Sicherheitsrelevante Angaben werden nur insoweit berücksichtigt, wie dies für die sichere Durchführung der konkret vereinbarten Leistung erforderlich ist.

Der Anbieter verlangt grundsätzlich keine medizinischen Diagnosen oder umfassenden Angaben zum Gesundheitszustand. Die Einzelheiten der Verarbeitung personenbezogener Daten ergeben sich aus der gesonderten Datenschutzerklärung des Anbieters.

13. § 13 Schlussbestimmungen

13.1 Anwendbares Recht

Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dadurch nicht der Schutz entzogen wird, der dem Verbraucher durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates seines gewöhnlichen Aufenthalts gewährt wird.

13.2 Verbraucherstreitbeilegung

Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, soweit keine gesetzliche Verpflichtung hierzu besteht.

13.3 Vertragssprache

Vertragssprache ist Deutsch.

13.4 Salvatorische Bestimmung

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.

Stand: August 2026